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Was ist mit einem "Sitzplatz" gemeint?

Der Sitzplatz oder auch "Geheimer Platz" ist ein Ort, an dem du gern bist und die Natur um dich herum erleben kannst. Es ist ein Platz, den du regelmäßig aufsuchst um dort für einige Zeit zu verweilen, dich zu entspannen und das Leben bzw. die Veränderung dort beobachtest. Es ist ein Platz, der dir immer vertrauter wird und an dem du zur Ruhe kommst. Es ist ein Platz der dich viel über die Natur um dich herum lehren wird. 

Neugierig?

Dann geh doch gleich vor die Türe und schau dich um, ob dich ein Platz "ruft" um dort zu verweilen - ein Baum, ein Teich, ein Bach, eine Wiese, eine Lichtung. Manchmal kann es auch ein Platz im Vorgarten sein oder einfach dein Balkon sein!

Kriterien für den Sitzplatz:

  • Sicher und bequem soll er sein. Du sollst dich dort wohlfühlen. Das ist sehr wichtig! 
  • Es ist auch gut, wenn du an deinem Sitzplatz nicht immer wieder angesprochen wirst, also er solle etwas abseits vom großen Trubel liegen.
  • Er sollte 24 Stunden und 7 Tage die Woche erreichbar sein.
  • Auch zu allen Jahreszeiten, also kein Überschwemmungsgebiet oder so.
  • Er kann dein Balkon, dein Garten sein. Schön ist es natürlich, wenn er in einem größeren Bereich liegt, der halbwegs geschützt ist, so dass du da möglichst viel Ruhe hast und er eine für deine Gegend optimale Artenvielfalt bietet – aber nur so gut es geht!!! 
  • Wenn irgendeine Art von Gewässer (Fluss, Bach, Kanal, Tümpel, o.ä.) im näheren Umkreis deines Sitzplatzes ist, dann ist die Artenvielfalt besonders groß.
  • Versuche einen Platz zu finden, der nicht weiter als 200 Schritte von deiner Haustür entfernt ist, auch wenn es nur beim nächsten Komposthaufen ist. So wirst du bei dir einheimisch.
  • Wenn du dann einmal in der Woche zusätzlich in ein Gebiet gehst, dass mehr von den obigen Bedingungen erfüllt und dort länger bleibst, dann ist es optimal. Auf einer Landkarte im kleinsten Maßstab findet man manchmal die interessantesten Plätze in der eigenen Umgebung.

 

 

Unter "Geschichten vom Sitzplatz" kannst du deine schönste Erfahrung kurz beschreiben und damit andere motivieren auch in die Natur zu gehen um dort spannende Dinge zu erleben.






Gerne hören wir Ihre Meinung ...

Michael ... eifriges Eichhörnchen
06.04.2017 10:56

Freie Sitzplatzwahl … | Mein Vogel (be-)sucht mich …

Vor zwei Wochen ist es passiert! Nicht in der Umgebung, nicht in der Tierwelt, sondern hier an meinem Sitzplatz (= SP).
Der Mensch ist gekommen und hat nach seinen Spielregeln mit schwerem Gerät für „Ordnung“ gesorgt. Mein ehemals sehr gemütlicher, geheimer, (nach dem Winter) dicht bewachsener SP, gleicht jetzt einem Papstmobil, aus dem sich vermutlich nur sehr schwer ungestört die Natur & Tiere beobachten lässt. Mal sehen ob der Frühling mit seinem Wachstumszauber ein Wunder vollbringen kann?!

Ich kann dennoch in mir eine gewisse Gelassenheit spüren, da ich in den letzten Monaten herausgefunden habe, dass mein Sitzplatz überall sein kann. Überall dort, wo ich mich mit allen Sinnen auf die Natur einlassen kann.

Von einem dieser Sitzplätze kommt die folgende Geschichte. Sie „spielt“ in Rohrdorf, wo ich einmal die Woche Zeit verbringen darf, während meine Tochter in der Vorschule ist. In dieser Zeit gehe ich gerne in ein angrenzendes Waldstück. Dort zu sein bedeutet (in den letzten Wochen) ein Livekonzert der Vogelstimmen zu besuchen. Ich genieße es und beobachte dann gerne welcher Vogel sich wo aufhält, wann ein Alarmsignal ertönt und wann sich der „normale“ Gesang wieder einstellt. Auch imitiere ich hin und wieder (so gut es geht) die Vogelstimmen, was in mir das Gefühl auslöst, noch mehr mit der Tier- / Vogelwelt zu verschmelzen. Aus dem passiven Naturerlebnis wird ein Aktives, das sich wie ein Dialog mit den Vögeln anfühlt … nur habe ich keinen Plan, was ich da eigentlich mit ihnen rede ;)

Und als wäre das nicht schon schön genug, taucht plötzlich eine leise, aber dennoch bestimmte Vogelstimme auf, die mir seit meinem Journal zum Vogelmodul besonders ans Herz gewachsen ist. Sofort denke ich … „mein Vogel“ … und spüre echtes Freudekribbeln in meinem Körper. Ich fange an seine Ruflaute zu erwidern und bringe mich mit Weitwinkelblick (Streber ;) in Warteposition. Die Rufe kommen mal von hier mal von dort, sie werden lauter und … dann ist es tatsächlich so weit. Ich sehe ihn, er hat mich gefunden … „Mein Vogel“! Er gleitet in immer enger werdenden Kreisen direkt über mir. In der Ferne höre ich noch ein weiteren seiner Art. Wow … wie soll ich euch das beschreiben … einfach wunderbar! Einfach Danke!
Silvia
02.04.2017 09:28

Mein Sitzplatz hat mich gelehrt wie nah Leben und Tod zusammen liegen. Dieses immerwährende Werden und Vergehen. Ich durfte an meinem Platz Teile eines Vogelskeletts entdecken und etwas später leider ein totes Eichhörnchen. Zur gleichen Zeit sind viele Vögel zurückgekehrt, veranstalten ein wunderschönes Konzert, werben um einen Partner, bauen ihre Nester. Die Frühlingsblumen blühen auf und die Wiese ist mit Ehrenpreis übersäht .
Es geht immer weiter. Das kann jeder auf sein eigenes Leben übertragen. Auf Abschied, Trauer, Schmerz folgen immer wieder Zeiten des Glücks und der Freude. Das hat mir die Natur durch diese Erlebnisse am Sitzplatz deutlich gemacht.
Philip
13.03.2017 10:20

Überall merkt man wie der Frühling langsam kommt. Am Sitzplatz fallen mir momentan vor allem die Vögel auf, letzte Woche kam ein Specht und hat all Bäume geprüft - für Nahrung? Oder für ein Nest?
Im Park sind meine besonderen Lieblinge die Drosseln wieder da und gestern gab es ein Highlight: ich saß und habe nur geschaut, auf einmal gab es großen Radau, es hörte sich an wie massiver Vogelalarm. Ich tue mir noch schwer Boden und Luftalarm auseinanderzuhalten und habe erstmal nach einer Katze Ausschau gehalten, aber plötzlich verstand ich die Aufregung. Von links kam ein Greifvogel angeschossen - alle Meisen und Spatzen haben es aber rechtzeitig ins Gebüsch geschafft. Der Greifvogel hat noch ein bißchen geschaut und als er merkte, dass nichts zu holen war hat er sich elegant davon gemacht. In meinem Kopf war sofort: Sperber. Ob meine Intuition stimmt versuche ich gerade zu überprüfen.
Ilena
27.06.2016 10:39

Ich bin gerade frisch eingeflogen vom Vogelseminar mit Karin und Dirk! Und war heute morgen natürlich schon entsprechend neugierig auf die Vögel an meinem Sitzplatz - wen ich denn da so alles treffen werde....
Und es war die schönste Sitzplatz - halbe - Stunde, die ich bis jetzt erlebt habe! Angefangen hat es mit dem Rotkehlchen-Luftalarm-Ruf, ihr wisst schon: ziiiiiehhh, ziiiiehhh (ich traute meinem Wissen aber noch nicht so ganz...), dann hat eine Singdrossel über mir, na ja ich dachte, gesungen...aber dann wurde mir klar, was los war, als sie anfing hinter mir Attacken mit anderen Vögeln zu fliegen: Ein Eichhörnchen "turnte" da oben in den Wipfeln umeinander...! Und das Spannende dabei: Das Eichhörnchen ging dem Streit aus dem Weg, indem es von Baum zu Baum in meine Richtung sprang! Erst vielleicht 10 m vor mir verschwand es im Unterholz....und die Vogelwelt um mich herum beruhigte sich wieder.
Was Fragen aufwirft: das Attacke-Fliegen fand fast lautlos statt. Warum war das so? Waren sich die Vögel sicher, dass sie dem Eichhörnchen schon gerecht werden und keine Hilfe von anderen brauchten? Oder hatten sie kein Gelege und keine Jungvögel zu beschützen und kämpften daher nur "halbherzig"?
Und das Eichhörnchen...lebt es dort tatsächlich? Weil ich hab noch keine abgenagten Fichtenzapfen bemerkt...

Ach ja und wisst ihr, wer während der ganze Sitzplatz-Zeit gerufen und "kragehlt" hat?? Der Zilp Zalp....!

Danke noch einmal an Karin und Dirk: Dass ihr mir die Anfänge der Waldsprache vermittelt habt - endlich verstehe ich um einiges besser, was eigentlich um mich herum los ist!
Daniela R.
23.06.2016 11:11

Mein Sitzplatz ist wirklich "mitten" in der Stadt.
Ein kleines Paradies zwischen Bahngleis, Häuser und ein paar Kleingärten macht sich ein kleiner Dschungel breit.
Mein Sitzplatz sieht aus wie ein natürlicher Pavillon aus Ästen und Bäumen. Spaziergänger würden mich trotzdem nicht bemerken, da mein Platz wie ein kleiner Schutzraum aufgebaut ist.
Als ich wieder mal da war, war es ganz klar, dass ich dieses mal ein großes Publikum an Beobachtern hatte: Vögel (vorallem Amseln).
"Was macht der Mensch hier?" Haben sie sich gefragt. Ganz vorsichtig haben sich die Vögel auf die Äste gehockt und miteinander kommuniziert, mich vorsichtig beobachtet. Ich glaube dass fanden sie ganz schön komisch ;) Sonst sind ja Menschen auf Straßen und Plätzen unterwegs. Aber doch nicht im Dschungel!
Ich selber bin ganz ruhig geblieben und habe versucht zu hören was nun eigentlich der große Klatsch in der Runde war.
Als ich anschließend meinen Platz verlassen habe, hat mich bis zum Ende der Straße noch eine einzelne Amsel "verfolgt", vielleicht wollte sie ihrer Familie mitteilen dass ich wieder weg bin "die Luft ist rein, der Dschungel gehört wieder uns".
Oder sie wollte mich noch ein Stückchen des Weges begleiten...
Luisa
21.06.2016 18:25

Eins meiner schönsten Erlebnisse war als ich anfing mich mit der Gundelrebe auseinanderzusetzten. Ich saß auf einer Wiese und bermekte plötzlich dass egal wo ich hinsah überall die Gundelrebe wuchs, was mir vorher nie so aufgefallen war. Tja, wo man seine Energie hinfließen lässt .... ensteht der flow *** =)
Theo
20.06.2016 22:05

Mein Sitzplatz liegt in unserem Hinterhof direkt unter einem schönen Kornelkirschbaum der mir bei Sonne Schatten spendet und bei Regen Schutz vor dem Regen bietet. Als ich mich vor drei Wochen an meinen Platz Schlich waren schon viele Menschen im Hof Unteranderem eine Mutter mit Ihrem Kind welche wärend der Zeit in dem ich unter dem Baum saß ein Gespräch mit 2 Nacbarn führte und zwei Frauen die unter einem Baum beim Frühstück saßen. Ich lauschte so auf die Gespräche und die Vögel und genoss die Ruhe in mir. Plötzlich nahm ich in den Bäumen eine Bewegung wahr ein Eichhörnchen es Sprang von Ast zu Aust und blieb genau über den zwei Frauen stehen und schaute neugierig nach unten ohne das die beiden es merkten. Es beobachtet genau was da unten vor sich ging und bemerkte gar nicht das es selbst beobachtet wurde. Ich könnte sein Verhalten und seine Bewegungsmuster genau studieren es war einfach schön anzusehen und brachte mich zur Ruhe. Trotz der Beobachtung nahm ich auch weiterhin die Geräusche und Gesprächsinhalte auf. Als ich wenig später die Nachbarin sah erzählte ich ihr die Geschichte vom Eichhörnchen und ganz nebenbei fragte ich sie auf Pasagen aus dem Gespräch an Sie war sehr erstaunt und Fragte mich woher ich das mitbekommen habe und ich sagte ihr das ich etwa 4 Meter neben Ihr gesessen war Sie war darüber sehr erstaunt das sie mich nicht Wahrgenommen hatte und ich freute mich diebisch Mensch und Tier beobachtet zu haben ohne gesehen zu werden. Es war so als hätte ich eine Tarnkappe aufgehabt
Silvia Heerlein
20.06.2016 16:36

Ich wollte morgens, so gegen 8 Uhr zum Sitzplatz gehen, als ich an der Haustür(Glastür) abrupt stehen blieb. In dem kleinen Wäldchen genau gegenüber stand ein Rehbock. Er war ca. 20m entfernt und schaute mich an. Da ich mich nicht bewegte, fühlte er sich sicher und begann zu fressen. Übrigens genau an der Stelle, an der ich immer den Giersch sammle. Ich konnte ihn eine Weile beobachten. Mal fraß er, mal schaute er in meine Richtung, mal ging er ein Stück weiter. Ich traute mich nicht meine Position zu verändern, obwohl ich gern ein Stück näher an ihn ran gekommen wäre. Allerdings gelang es mir langsam mein Handy zu nehmen und ein Foto zu machen. Kurz darauf zog er sich in das Wäldchen zurück. Ich frage mich, wieso er sich mir gezeigt hat? Er war so nah. Ich habe im Buch Tierboten darüber nachgelesen. Diese Begegnung hat mich sehr beeindruckt, ich war sehr dankbar dafür.
Dirk S
19.06.2016 22:57

Ich war auf dem Weg zu meinem Sitzplatz. Als ich um die Ecke auf die Lichtung trat, da sah ich eine Amsel, zwei Schritte neben mir. Sie pickte an einem Wurm und schaute mich in dem Moment an. Ich erstarrte sofort, veränderte meinen Blick in das periphere sehen (Weitwinkel) und beobachtete aus dieser eingefrorenen Haltung. Sie entspannt sich und pickte an dem Wurm weiter. So konnte ich beobachten, wie sie ihn Stück für Stück im Schnabel platzierte. Das gelben Stellen in ihrem sonst grauen Schnabel verriet mir, dass es sich um ein altes Weibchen handeln musste. Sie war offensichtlich auf Futtersuche. Einige Minuten stand ich wie gebannt da und lernte viel über sie. Mir bleibt es allerdings ein Rätsel, wie es möglich ist, mit vollem Schnabel nach Würmern zu picken, ohne dass die Beute dabei verloren geht. Schließlich flog sie mit den Leckerbissen davon. Wo ist ihr Nest? Wie viel Junge hat sie wohl zu füttern? Wo ist ihr Männchen? Sie hinterlässt Fragen über Fragen.
Dagmar H.
20.10.2015 22:27

Ich war gerade umgezogen und suchte einen neuen Sitzplatz, den ich direkt auf dem Deich einnahm. Es war ein heller Frühlingsabend. Das Gras stand hoch und ich sass gut getarnt mit meiner alten verwaschenen khakifarbenen Jacke. Mein Blick nahm die unendliche Weite des Weser Marschgebietes wahr und dann senkte ich den Blick und verband mich mit der Erde und den Tieren die um mich herum waren. Etwas in mir wurde still und friedlich.
Doch dann hatte ich den Eindruck, das mich jemand beobachtet. Ich hob meinen Blick konnte jedoch nichts sehen. Das Gefühl intensiv betrachtet zu werden, wurde immer stärker. Ich drehte mich ganz langsam um. Da stand ein braunes Reh weniger als 10 m von mir entfernt und schaute meinen Rücken an. Sofort senkte ich den Blick, um es nicht zu erschrecken. Ich verhielt mich still und drehte mich langsam wieder nach vorne. Es wurde wieder friedlich in mir. Doch plötzlich spürte ich das sich mir von links was näherte. Ich wurde unruhig. Konnte nicht einschätzen was das war. Da sah ich das selbe Reh auf mich zu kommen. Mir blieb wirklich das Herz stehen. Ich versuchte in die Liebe zu kommen. Aber ich hatte Angst. Und als ich mich bewegte lief das Reh erschreckt davon.
Offensichtlich kannten die Tiere das nicht, das da jemand auf dem Deich sitzt.
Eine ähnliche Geschichte geschah mir mit einem Fuchs. Der mich auch nicht einordnen konnte und im gestreckten Galopp in 5m Abstand an mir vorbei rannte. Der hatte mich allerdings von vorne gesehen. Ich konnte ihn von meinem Sitzplatz aus gut sehen. Dann war er auf einmal verschwunden. Tauchte dann auf dem Wildnispfad der unmittelbar an meinem Sitzplatz vorbei lief wieder auf.

Den Rehen begegne ich immer wieder. Wir kennen uns ja jetzt, wir haben gleiche Wege und Vorlieben. Wir lassen uns den Abstand, den wir brauchen, um uns sicher zu fühlen. Ahoo
Ragnhild
12.04.2015 23:43

Wenn ich an meinen „Sitzplatz“ komme begrüßen mich die im Wind wedelnden Äste der Birke. Ich fühle mich angekommen und atme erstmal ruhig durch. An diesem Ort fühle ich mich ein Stück wie zu Hause und frei. Ich genieße es den Wind, die Sonne, den Regen, den Schnee auf meiner Haut zu spüren.
Ich höre das Rascheln der Bäume. Vögel singen und andere Vögel antworten. Ich kann Amseln, Maisen und Krähen beobachten. Manchmal ist ein Specht zu sehen und zu hören. Zwei Eichhörnchen sind oft zu sehen, wobei ich nicht sagen kann ob dieses immer dieselben sind. Es ist unglaublich wie gelenkig sie von Ast zu Ast springen können.
Es ist wahnsinnig schön wie ein Kind die Natur um sich herum zu entdecken und sich Zeit zu nehmen das Leben zu beobachten. Probleme, Sorgen andere Gedanken sind ausgeblendet ich bekomme etwas Abstand zu vielem. Ich höre auf meine innere Stimme, auf mich, meinen Rhythmus. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich am Sitzplatz verbringen konnte und für die Natur die mich umgibt.
Sylvia
12.04.2015 23:39

Mein Sitzplatz ist 300 Schritte von meiner Wohnung entfernt auf einen Spielplatz. Dort steht ein wunderschöner Baum. Dieser verzweigt sich etwa 1/2m über dem Boden in mehrer dicke Stämme, so dass man in mitten des Baumes sitzen oder stehen kann! Mittlerweile sind der Baum und ich Freunde, daher ist meine Geschichte heute eine Baumgeschicht.
Heute bin ich also zu meinem Baumfreund gelaufen und war in ziemlicher innerer Aufregung, da ich bei einer bestimmten Sache nicht weiter wußte. Ich begrüßte den Baum und fragte ob er Zeit für mich hat. Die Äste wehten im Wind als Antwort. Ich lehnte mich an ihn und bat um Hilfe. Mit geschlossenen Augen stand ich also da und er sagte. "Du musst doch nur einfach die Augen aufmachen und sehen." Ich konnte die Augen nicht aufmachen und konnte mich auch nicht konzentrieren. Ich dachte uns selbst schädigen, dass tun doch nur wir Menschen, warum? Und dann hatte ich plötzlich eine Million Gedanken im Kopf und konnte mich nicht mehr auf die Unterhaltung konzentrieren und hörte die Antwort nicht. Bis ich erkannte das genau dies die Antwort auf meine Frage war. Der Baum wieder holte seinen Satz ich solle die Augen öffnen und sehen. Also öffnete ich die Augen und hörte plötzlich die Kirchenglocken, die Straße nebenan, den Vogel der vorbeiflog, spürte den Wind und die Baumrinde und war wieder da!
Und dann sah ich einen Ast der wie eine Schlange aussah und daher meine Aufmerksamkeit erweckte. Und ein seltsames Glitzern um ihn herum. Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte dass das die Baumenergie war und ich sah wie sie durch/um den Ast floß. Der Baum erklärte, wenn es Zeit ist etwas los zu lassen, dann ziehe ich die Energie zurück. Sie fließt nicht mehr, die Blätter sterben ab. Ich war fasziniert.
Der Baum fragte ob ich nicht auch etwas loslassen wolle. Und allermöglicher Mist floss über meine Hände zum Baum, der es für mich zurück zu Mutter Erde brachte.
Mein lieber Freund lehrte mich weiter ich solle seine Energie in mir fließen lassen. Ich spürte, wie ich die Energie aufnahm und tja dann fühlte ich mich wie ein Baum! Das entspannte Gefühl wurde durch ein paar Jugendliche gestört, die Silvesterknaller losliessen. Ich merkte meinen Ärger und fragte den Baum, ob ihn der Krach nicht auch wütend machte. Aber er lachte. Er war so liebevoll wie ein Vater der den Kindern beim spielen zu sieht. Ich war zu tiefst gerührt und bedankte mich für die wunderbare Lehre. Ich fragte, ob ich denn auch etwas für ihn tun könnte. Er hatte nur einen Wunsch: Sag den Menschen, dass wir ihre Freunde sind. Ich fange mit euch an... O.k.? Ihr wisst das schon ...die Bäume sind unsre Freunde. Aber habt ihr es auch gespürt, geschmeckt, gerochen und gehört? Für mich war das in dieser Intensität eine neue Erfahrung.
Ob das wirklich alles real war ?
Defintiv ist es eine phantastische Geschichte.
Thomas
12.04.2015 23:38

Mein Sitzplatz ist eine Parkbank neben einem Spielplatz mit Blick auf drei große (künstlich angelegte) Eichenbäume. Ich dachte mir, wahrscheinlich wirst du hier nicht viele Lebewesen beobachten können, außer ein paar Hunden, die von Herrchen und Frauchen Gassi geführt werden. Drum sitz ich ja auch neben dem Spielplatz, so kann man wenigstens das Sozialverhalten der Kinder studieren.
Aber denkste: schon nach dreimal Sitzen hab ich mehr Tiere gesehen als erwartet: natürlich die Hunde, aber auch Krähen, ein Eichörnchen, Katzen und einen Igel.
Ich prüfe gerade die These, ob die Krähen sich aufteilen, um zu fressen, während die anderen nach Feinden Ausschau halten. Mir ist nämlich beim letzten Mal aufgefallen, dass die Krähen immer als Gruppe angeflogen kommen. Die meisten landen am Boden und picken fleißig darin herum, während zwei, drei andere auf den - jetzt kahlen - Ästen meiner Eichen landen. Nach einer Weile fliegt dann eine Bodenkrähe hinauf in den Baum, während die andere hinabsteigt.
Kommt dann ein Hündchen mit dem Herrchen an der Leine vorbei, dann ruft eine von ihnen (die auf dem Baum?), dann alle und schwupp, sind sie weg.
Sonja und Martin
12.04.2015 23:37

Eine besondere Begegnung, an einem besonderen Tag:
Schöne, dunkle Augen verzaubern mich.
Er geht mir nicht mehr aus dem Sinn.
Täglich hoffe ich, ihn wiederzusehen.
Ich lausche in die Nacht, um seine Stimme zu hören.
Er ist etwas Besonderes,- einzigartig und wunderschön.
Ich habe das Bedürfnis, jedem von dieser Begegnung zu erzählen.
Sein Name ist Falco Naumanni --(Rötelfalke).
Glücklicherweise hatten wir Fernglas, Fotoapparat
und Bestimmungsbuch gleich griffbereit!
Seit diesem Tag hängen wir regelrecht am Fernglas und beobachten ihn jede freie Minute.
Zum Beispiel wollte ich heute eigentlich das Mittagessen
vorbereiten und stattdessen habe ich fast 2 Stunden "meinen Falco" beobachtet.
Er saß auf der Tannenspitze und genoß eine ausgedehnte Mittagsruhe.
Leider mußte ich dann zur Arbeit, so daß ich seinen Abflug nicht erleben konnte.-
Ob wir dieses besondere Geschenk meiner Wanderfalken- Feder zu verdanken haben?!

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