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Neue Literaturtipps.

Vereinstreffen im Wildniscamp 7. und 8. April

Wildnispädagogik - nur noch ein Platz zum Start im April frei!

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Was ist mit einem "Sitzplatz" gemeint?

Der Sitzplatz oder auch "Geheimer Platz" ist ein Ort, an dem du gern bist und die Natur um dich herum erleben kannst. Es ist ein Platz, den du regelmäßig aufsuchst um dort für einige Zeit zu verweilen, dich zu entspannen und das Leben bzw. die Veränderung dort beobachtest. Es ist ein Platz, der dir immer vertrauter wird und an dem du zur Ruhe kommst. Es ist ein Platz der dich viel über die Natur um dich herum lehren wird. 

Neugierig?

Dann geh doch gleich vor die Türe und schau dich um, ob dich ein Platz "ruft" um dort zu verweilen - ein Baum, ein Teich, ein Bach, eine Wiese, eine Lichtung. Manchmal kann es auch ein Platz im Vorgarten sein oder einfach dein Balkon sein!

Kriterien für den Sitzplatz:

  • Sicher und bequem soll er sein. Du sollst dich dort wohlfühlen. Das ist sehr wichtig! 
  • Es ist auch gut, wenn du an deinem Sitzplatz nicht immer wieder angesprochen wirst, also er solle etwas abseits vom großen Trubel liegen.
  • Er sollte 24 Stunden und 7 Tage die Woche erreichbar sein.
  • Auch zu allen Jahreszeiten, also kein Überschwemmungsgebiet oder so.
  • Er kann dein Balkon, dein Garten sein. Schön ist es natürlich, wenn er in einem größeren Bereich liegt, der halbwegs geschützt ist, so dass du da möglichst viel Ruhe hast und er eine für deine Gegend optimale Artenvielfalt bietet – aber nur so gut es geht!!! 
  • Wenn irgendeine Art von Gewässer (Fluss, Bach, Kanal, Tümpel, o.ä.) im näheren Umkreis deines Sitzplatzes ist, dann ist die Artenvielfalt besonders groß.
  • Versuche einen Platz zu finden, der nicht weiter als 200 Schritte von deiner Haustür entfernt ist, auch wenn es nur beim nächsten Komposthaufen ist. So wirst du bei dir einheimisch.
  • Wenn du dann einmal in der Woche zusätzlich in ein Gebiet gehst, dass mehr von den obigen Bedingungen erfüllt und dort länger bleibst, dann ist es optimal. Auf einer Landkarte im kleinsten Maßstab findet man manchmal die interessantesten Plätze in der eigenen Umgebung.

 

 

Unten kannst du deine schönste Erfahrung kurz beschreiben und damit andere motivieren auch in die Natur zu gehen um dort spannende Dinge zu erleben.






Kommentare (24)

  1. Kerstin H am 23.03.2018
    Die Thuja, die Wiese, der Fliederstrauch, alles war still in den Wintermonaten. Rechts neben mir fand sich nach ein paar Wochen eine kleine Maus in der Hecke ein, die sich nach ca 15 Minuten am Sitzplatz von mir nicht mehr gestört fühlte. Neben der Hecke steht ein Vogelhäuschen, aus dem sich die Maus bediente. Die Maus bemerkte mich, denn sie schaute mich immer wieder ganz genau an. Ich freute mich sehr, dass ich sie gut beobachten konnte und sie keine Angst vor mir hatte.
  2. Diana S am 09.01.2018
    Der Platz ist für mich optimal zur Ruhe zu kommen und klare Gedanken fassen zu können. Da das im Alltagsleben mir oft nicht so gut gelingt, die Dinge zu priorisieren, komme ich oft in eine Art gedankliches Hamsterrad hinein und finde oft garnicht wieder heraus. Am Sitzplatz bekomme ich von der Fichte immer ein Geschenk. Sie nimmt mir innerhalb von einer viertel Studen meine Müdigkeit und gibt mir manchmal einen kleinen Blick in die Baumwelt frei.
  3. Franka am 22.12.2017
    Ein Erlebnis an meinem Sitzplatz im Frühjahr 2017
    Ich sitze. Merke, wie meine Wahrnehmung sich vom Sehen zum Hören verschiebt. Es ist Frühjahr, die Vögel zwitschern seit einigen Wochen. Sie drücken Leben in einer Form und Intensität aus, die ich erst anfange, zu entdecken.
    Ein immer wiederkehrender Laut fängt an sich abzuheben aus dem Gezwitscher um mich herum. Fiep, fiep, fiep, fiep. Durchdringend und penetrant. Diesen Ruf kenne ich nicht. Ich stehe auf, folge dem anhaltenden Rufen langsam, stehe vor dem abgestorbenen Baum am Weiher, schaue hinauf. Es kommt von da oben. Das müssen Jungvögel sein. Ich entdecke ein Loch im Stamm! Eine Spechthöhle! Dann sogar: Ein Kopf lugt aus dem Loch. Und dann: Ein erwachsener Specht kommt angeflogen, landet außen am Stamm. Das unermüdliche Gefiepse wird noch unermüdlicher, lauter, erregter, als die Jungen den Erwachsenen kommen hören. Ich bin baff. Ein Buntspecht zieht seine Jungen groß, keine 50 Meter von unserem Haus entfernt.
  4. Anian am 23.10.2017
    Mein Sitzplatz ist kein wirklicher Sitzplatz, in dem Sinn.
    In der Nähe vom Schülerheim in dem ich wohne fließt die Ybbs, ein Fluss ungefähr von der Größe der Mangfall, bis etwa drei Meter tief und klar wie eine Scheibe Glas.
    Darin gehe ich recht oft abends baden.
    Manchmal fliegen dann auch die Fledermäuse oder man sieht, mir noch unbekannte, entengroße Vögel aus den Bäumen fliegen.
    Mein liebgewonnener (fast) täglicher kleiner Kälteschock.
  5. Veronika am 19.10.2017
    Es ist Spätsommer. Ich bin auf dem Weg zu meinem Sitzplatz auf einem kleinen Trampelpfad durch den naheliegenden Wald unterwegs. Ich denke noch 'ah, hier wohnen viele Buntspechte' & schwenke mit meinem Blick in die Baumwipfel. Genau in diesem Moment zieht ein schwarzer, recht großer Vogel über mich hinweg & landet ein paar Meter weiter an einem 'abgestorbenen' Baumstamm neben dem Weg - ein Schwarzspechtmännchen mit feuerrotem Irokesen. Ich erstarre.. Er blickt um sich, aber bemerkt mich nicht. Er beginnt ins Holz zu meiseln, vermutlich auf der Suche nach Nahrung. Holzspäne fallen zu Boden. Er unterbricht sein Klopfen immer wieder um Ausschau zu halten. In Zeitlupe versuche ich immer näher an ihn heranzutreten, erstarre immer wieder & verharre. Mein Blick geht am Specht vorbei in die "Leere" - bloß nicht auf mich aufmerksam machen! Aus 10 Metern Entfernung werden fünf.. vier.. drei.. Der Specht hüpft auf gerade mal 4 bis 5 Metern Höhe am Baumstamm hin & her - er ist gut beschäftigt, aber auch sehr aufmerksam o.O
    Eine Schrecksekunde: er hat mich bemerkt & fliegt flatternd, doch recht geradlinig 20 bis 30 Meter weg & setzt sich an einen anderen Baum, blickt mich an - ich blicke zurück. Ich hebe vorsichtig meine Hand zum Gruß, verabschiede mich. Als ich meinen Weg fortsetze, fliegt er davon.
  6. Jonas am 18.10.2017
    Mein Erlebnis Juni 2017.
    Ich war draußen unterwegs und habe die Nacht im Freien verbracht. Als ich am nächsten Morgen den Kocher angemacht und mir einen Kaffee koche, höre ich über mir ein lautes knacksen. Ich schau hoch und 5m über mir hängt ein Eichhörnchen ganz am Rand eines dünnen Astes. Es scheint nicht mehr vor und zurück zu kommen und der Ast biegt sich immer weiter, dass es fast bis den Boden reicht und jetzt nur noch 1-2m vor meinem Lager ist. Kurz bevor der Ast bricht dreht sich das Tier um und hangelt kopfüber den Ast hinauf und schafft es, sicheren Halt zu bekommen.
    Tolles Erlebnis, bei dem ich dem Hörnchen unerwartet, ohne etwas zu tun sehr nahe gekommen bin. An diesem Morgen war mein Lagerplatz mein Sitzplatz an dem ich mit der Natur in Verbindung getreten bin.
  7. Mirijam am 17.09.2017
    Aufham, den 28.5.17 - FEUER... ich bin Liebe
    Ich sitze am frühen Morgen in der Nähe unserer Feuerstelle. Die Glut zieht meine Aufmerksamkeit an, magisch machte ich mich daran, das Feuer mit dem gestrigen Feuereisen-stein Funken eines 9 jährigen Mädchens erneut zu entfachen. Ich setzte mich zurück an meinen Platz, meine Wurzeln finden Verbindung zum Feuer, ich werde zu Feuer. So viele Fragen purzelten mir durch den Kopf.
    Ich bin Feuer! Nur wenn ich brenne, kann ich in Verbindung sein, kann ich schenken, kann ich empfangen, lebe ich, bin ich. Was ist mein Futter??? Wo sind meine Grenzen??? – Worte wie Zuwendung, Präsenz, Achtsamkeit, Stetigkeit kamen. Die LIEBE, zu mir, zu Allem – das ist mein Futter. Dankbarkeit, Freude, Demut – es war ein kraftvoller, zarter Tanz voller Licht. Wortloses Glück.
  8. Franziska am 10.09.2017
    Karsamstag. Ich gehe auf dem Waldweg zu der Stelle, an der ich den Weg verlassen muss, um zu meinem Sitzplatz zu gelangen und merke, dass die Wärme der letzten Tage die Pflanzen ungeheuer hat wachsen lassen. Der Weg zu meinem Sitzplatz und auch mein Sitzplatz selbst ist über und über mit kniehohen Gräsern, Brennnesseln, und vielen anderen Kräutern bedeckt.
    Ich stehe am Weg, schaue zu den Lärchen an meinem Sitzplatz und bin unschlüssig. In den letzten Tagen habe ich mich mit Zecken beschäftigt und die sind dort bestimmt überall... Bei dem Gedanken juckt es mich schon. Ich schaue mir lieber zuerst die jungen Blätter an, die aus den Knospen der vielen Bäume und Sträucher am Weg sprießen. In einer einzigen Knospen sind gleich mehrere Blätter drin! Und bei einem Ahorn sind sie sogar rot und nicht grün! Ich bin total vertieft in diese kleinen Wunder.
    Da bemerke ich im rechten Augenwinkel eine Bewegung. In Zeitlupe drehe ich meinen Kopf ein wenig nach rechts. Ein Feldhase kommt direkt auf mich zu – in einem Affenzahn. Wann bemerkt er mich wohl? Und was wird er dann machen? Ich bleibe ganz still stehen und beobachte was passiert. Der Hase kommt im Zick-zack-Kurs immer näher und scheint noch immer keine Notiz von mir zu nehmen. Er ist nur noch eineinhalb Meter weit weg und steuert genau auf mich zu. Da hält er auf einmal inne und schaut auf. Wir betrachten uns gegenseitig. Er hat ein schönes, glattes, hellbraunes Fell und große braune Augen. Seine langen Ohren sind ganz aufmerksam und so nah ist er überraschend groß. Bestimmt eine Minute mustern wir uns. Dann macht er kehrt und verschwindet in dem Grün, vor dem es mir noch von ein paar Minuten gegraut hat. Wenn der Feldhase sich dorthinein traut, dann wage ich es jetzt auch...
  9. Franke am 25.06.2017
    Ein Erlebnis an meinem Sitzplatz im Frühjahr 2017
    Ich sitze. Merke, wie meine Wahrnehmung sich vom Sehen zum Hören verschiebt. Es ist Frühjahr, die Vögel zwitschern seit einigen Wochen. Sie drücken Leben in einer Form und Intensität aus, die ich erst anfange, zu entdecken.
    Ein immer wiederkehrender Laut fängt an sich abzuheben aus dem Gezwitscher um mich herum. Fiep, fiep, fiep, fiep. Durchdringend und penetrant. Diesen Ruf kenne ich nicht. Ich stehe auf, folge dem anhaltenden Rufen langsam, stehe vor dem abgestorbenen Baum am Weiher, schaue hinauf. Es kommt von da oben. Das müssen Jungvögel sein. Ich entdecke ein Loch im Stamm! Eine Spechthöhle! Dann sogar: Ein Kopf lugt aus dem Loch. Und dann: Ein erwachsener Specht kommt angeflogen, landet außen am Stamm. Das unermüdliche Gefiepse wird noch unermüdlicher, lauter, erregter, als die Jungen den Erwachsenen kommen hören. Ich bin baff. Ein Buntspecht zieht seine Jungen groß, keine 50 Meter von unserem Haus entfernt.
  10. Margit am 19.06.2017
    Habe von meinem Sitzplatz aus ein Rehkitz gesehen, das im strömenden Regen in der Wiese jämmerlich nach seiner Mutter gerufen hat. Endlich kam die Mutter, nach einigen Stunden, und hat das Kitz gesäugt und schließlich in den Wald mitgenommen. Ein wunderschönes Bild. Wichtig, dass man der Natur vertraut und das Kitz nicht anfasst. Rehmütter legen ihre Kinder häufig ab, durch den fehlenden Eigengeruch sind sie nicht so leicht Beute für Raubtiere.
  11. Sandra am 02.06.2017
    Ich möchte gerne 2 kleine Erfahrungen teilen. Mein Sitzplatz ist in unserem wilden Eck im Garten, wo (fast) alles wuchern darf und meine Kinder haben dort ein Dorf für die "kleinen "Leute angelegt, mit Spielplatz aus Sand. Als im Mai nach den kalten Tagen die ersten warmen Sonnenstrahlen durchkamen beobachtete ich wie gerade auf diesem Sandhügel, den die Sonne wahrscheinlich schon ein bißchen aufgewärmt hatte ständig Insekten waren. Sie landeten, wärmten sich auf und flogen wieder weiter. Es war wie ein kleiner Flugplatz.
    Ein andermal beobachtete ich eine Winde. Ich hatte mich schon öfter gefragt wie es diese Pflanzen schaffen sich so an anderen Pflanzen oder Dingen emporzuranken (selbst an Löwenzahn). An diesem Tag ging ein bißchen Wind und die Winde schaukelte darin und während ich sie beobachtete konnte ich richtig fühlen wie sie sich auch mit Hilfe des Windes aber auch mit aller eigenen Kraft streckte und streckte um wieder den nächsthöheren Busch zu erreichen. Ich konnte diese Kraft des "Streckens" richtig spüren und empfand Respekt vor dieser kleinen aber auch so starken Pflanze.
  12. Marion Adlkirchner am 23.05.2017
    All die Wurzeln die mir gewachsen sind am Sitzplatz, lassen mich in Verbindung durch's Leben wandern, wenn ich es schaffe innezuhalten hoere ich die Stimmen aller Wesen, bekomme Antworten auf alles wonach ich frage. In grosser Dankbarkeit Marion Mirijam
  13. Silvia am 02.04.2017
    Mein Sitzplatz hat mich gelehrt wie nah Leben und Tod zusammen liegen. Dieses immerwaehrende Werden und Vergehen. Ich durfte an meinem Platz Teile eines Vogelskeletts entdecken und etwas spaeter leider ein totes Eichhoernchen. Zur gleichen Zeit sind viele Voegel zurueckgekehrt, veranstalten ein wunderschoenes Konzert, werben um einen Partner, bauen ihre Nester. Die Fruehlingsblumen bluehen auf und die Wiese ist mit Ehrenpreis uebersaeht .

    Es geht immer weiter. Das kann jeder auf sein eigenes Leben uebertragen. Auf Abschied, Trauer, Schmerz folgen immer wieder Zeiten des Gluecks und der Freude. Das hat mir die Natur durch diese Erlebnisse am Sitzplatz deutlich gemacht.
  14. Philip am 13.03.2017
    ??berall merkt man wie der Fruehling langsam kommt. Am Sitzplatz fallen mir momentan vor allem die Voegel auf, letzte Woche kam ein Specht und hat all Baeume geprueft - fuer Nahrung? Oder fuer ein Nest?

    Im Park sind meine besonderen Lieblinge die Drosseln wieder da und gestern gab es ein Highlight: ich sass und habe nur geschaut, auf einmal gab es grossen Radau, es hoerte sich an wie massiver Vogelalarm. Ich tue mir noch schwer Boden und Luftalarm auseinanderzuhalten und habe erstmal nach einer Katze Ausschau gehalten, aber ploetzlich verstand ich die Aufregung. Von links kam ein Greifvogel angeschossen - alle Meisen und Spatzen haben es aber rechtzeitig ins Gebuesch geschafft. Der Greifvogel hat noch ein bisschen geschaut und als er merkte, dass nichts zu holen war hat er sich elegant davon gemacht. In meinem Kopf war sofort: Sperber. Ob meine Intuition stimmt versuche ich gerade zu ueberpruefen.
  15. Daniela R. am 23.06.2016
    Mein Sitzplatz ist wirklich "mitten" in der Stadt.

    Ein kleines Paradies zwischen Bahngleis, Haeuser und ein paar Kleingaerten macht sich ein kleiner Dschungel breit.

    Mein Sitzplatz sieht aus wie ein natuerlicher Pavillon aus Aesten und Baeumen. Spaziergaenger wuerden mich trotzdem nicht bemerken, da mein Platz wie ein kleiner Schutzraum aufgebaut ist.

    Als ich wieder mal da war, war es ganz klar, dass ich dieses mal ein grosses Publikum an Beobachtern hatte: Voegel (vorallem Amseln).

    "Was macht der Mensch hier?" Haben sie sich gefragt. Ganz vorsichtig haben sich die Voegel auf die Aeste gehockt und miteinander kommuniziert, mich vorsichtig beobachtet. Ich glaube dass fanden sie ganz schoen komisch ;) Sonst sind ja Menschen auf Strassen und Plaetzen unterwegs. Aber doch nicht im Dschungel!

    Ich selber bin ganz ruhig geblieben und habe versucht zu hoeren was nun eigentlich der grosse Klatsch in der Runde war.

    Als ich anschliessend meinen Platz verlassen habe, hat mich bis zum Ende der Strasse noch eine einzelne Amsel "verfolgt", vielleicht wollte sie ihrer Familie mitteilen dass ich wieder weg bin "die Luft ist rein, der Dschungel gehoert wieder uns".

    Oder sie wollte mich noch ein Stueckchen des Weges begleiten...
  16. Luisa am 21.06.2016
    Eins meiner schoensten Erlebnisse war als ich anfing mich mit der Gundelrebe auseinanderzusetzten. Ich sass auf einer Wiese und bermekte ploetzlich dass egal wo ich hinsah ueberall die Gundelrebe wuchs, was mir vorher nie so aufgefallen war. Tja, wo man seine Energie hinfliessen laesst .... ensteht der flow *** =)
  17. Theo am 20.06.2016
    Mein Sitzplatz liegt in unserem Hinterhof direkt unter einem schoenen Kornelkirschbaum der mir bei Sonne Schatten spendet und bei Regen Schutz vor dem Regen bietet. Als ich mich vor drei Wochen an meinen Platz Schlich waren schon viele Menschen im Hof Unteranderem eine Mutter mit Ihrem Kind welche waerend der Zeit in dem ich unter dem Baum sass ein Gespraech mit 2 Nacbarn fuehrte und zwei Frauen die unter einem Baum beim Fruehstueck sassen. Ich lauschte so auf die Gespraeche und die Voegel und genoss die Ruhe in mir. Ploetzlich nahm ich in den Baeumen eine Bewegung wahr ein Eichhoernchen es Sprang von Ast zu Aust und blieb genau ueber den zwei Frauen stehen und schaute neugierig nach unten ohne das die beiden es merkten. Es beobachtet genau was da unten vor sich ging und bemerkte gar nicht das es selbst beobachtet wurde. Ich koennte sein Verhalten und seine Bewegungsmuster genau studieren es war einfach schoen anzusehen und brachte mich zur Ruhe. Trotz der Beobachtung nahm ich auch weiterhin die Geraeusche und Gespraechsinhalte auf. Als ich wenig spaeter die Nachbarin sah erzaehlte ich ihr die Geschichte vom Eichhoernchen und ganz nebenbei fragte ich sie auf Pasagen aus dem Gespraech an Sie war sehr erstaunt und Fragte mich woher ich das mitbekommen habe und ich sagte ihr das ich etwa 4 Meter neben Ihr gesessen war Sie war darueber sehr erstaunt das sie mich nicht Wahrgenommen hatte und ich freute mich diebisch Mensch und Tier beobachtet zu haben ohne gesehen zu werden. Es war so als haette ich eine Tarnkappe aufgehabt
  18. Silvia Heerlein am 20.06.2016
    Ich wollte morgens, so gegen 8 Uhr zum Sitzplatz gehen, als ich an der Haustuer(Glastuer) abrupt stehen blieb. In dem kleinen Waeldchen genau gegenueber stand ein Rehbock. Er war ca. 20m entfernt und schaute mich an. Da ich mich nicht bewegte, fuehlte er sich sicher und begann zu fressen. ??brigens genau an der Stelle, an der ich immer den Giersch sammle. Ich konnte ihn eine Weile beobachten. Mal frass er, mal schaute er in meine Richtung, mal ging er ein Stueck weiter. Ich traute mich nicht meine Position zu veraendern, obwohl ich gern ein Stueck naeher an ihn ran gekommen waere. Allerdings gelang es mir langsam mein Handy zu nehmen und ein Foto zu machen. Kurz darauf zog er sich in das Waeldchen zurueck. Ich frage mich, wieso er sich mir gezeigt hat? Er war so nah. Ich habe im Buch Tierboten darueber nachgelesen. Diese Begegnung hat mich sehr beeindruckt, ich war sehr dankbar dafuer.
  19. Dirk S am 19.06.2016
    Ich war auf dem Weg zu meinem Sitzplatz. Als ich um die Ecke auf die Lichtung trat, da sah ich eine Amsel, zwei Schritte neben mir. Sie pickte an einem Wurm und schaute mich in dem Moment an. Ich erstarrte sofort, veraenderte meinen Blick in das periphere sehen (Weitwinkel) und beobachtete aus dieser eingefrorenen Haltung. Sie entspannt sich und pickte an dem Wurm weiter. So konnte ich beobachten, wie sie ihn Stueck fuer Stueck im Schnabel platzierte. Das gelben Stellen in ihrem sonst grauen Schnabel verriet mir, dass es sich um ein altes Weibchen handeln musste. Sie war offensichtlich auf Futtersuche. Einige Minuten stand ich wie gebannt da und lernte viel ueber sie. Mir bleibt es allerdings ein Raetsel, wie es moeglich ist, mit vollem Schnabel nach Wuermern zu picken, ohne dass die Beute dabei verloren geht. Schliesslich flog sie mit den Leckerbissen davon. Wo ist ihr Nest? Wie viel Junge hat sie wohl zu fuettern? Wo ist ihr Maennchen? Sie hinterlaesst Fragen ueber Fragen.
  20. Dagmar H. am 20.10.2015
    Ich war gerade umgezogen und suchte einen neuen Sitzplatz, den ich direkt auf dem Deich einnahm. Es war ein heller Fruehlingsabend. Das Gras stand hoch und ich sass gut getarnt mit meiner alten verwaschenen khakifarbenen Jacke. Mein Blick nahm die unendliche Weite des Weser Marschgebietes wahr und dann senkte ich den Blick und verband mich mit der Erde und den Tieren die um mich herum waren. Etwas in mir wurde still und friedlich.

    Doch dann hatte ich den Eindruck, das mich jemand beobachtet. Ich hob meinen Blick konnte jedoch nichts sehen. Das Gefuehl intensiv betrachtet zu werden, wurde immer staerker. Ich drehte mich ganz langsam um. Da stand ein braunes Reh weniger als 10 m von mir entfernt und schaute meinen Ruecken an. Sofort senkte ich den Blick, um es nicht zu erschrecken. Ich verhielt mich still und drehte mich langsam wieder nach vorne. Es wurde wieder friedlich in mir. Doch ploetzlich spuerte ich das sich mir von links was naeherte. Ich wurde unruhig. Konnte nicht einschaetzen was das war. Da sah ich das selbe Reh auf mich zu kommen. Mir blieb wirklich das Herz stehen. Ich versuchte in die Liebe zu kommen. Aber ich hatte Angst. Und als ich mich bewegte lief das Reh erschreckt davon.

    Offensichtlich kannten die Tiere das nicht, das da jemand auf dem Deich sitzt.

    Eine aehnliche Geschichte geschah mir mit einem Fuchs. Der mich auch nicht einordnen konnte und im gestreckten Galopp in 5m Abstand an mir vorbei rannte. Der hatte mich allerdings von vorne gesehen. Ich konnte ihn von meinem Sitzplatz aus gut sehen. Dann war er auf einmal verschwunden. Tauchte dann auf dem Wildnispfad der unmittelbar an meinem Sitzplatz vorbei lief wieder auf.

    Den Rehen begegne ich immer wieder. Wir kennen uns ja jetzt, wir haben gleiche Wege und Vorlieben. Wir lassen uns den Abstand, den wir brauchen, um uns sicher zu fuehlen. Ahoo
  21. Ragnhild am 12.04.2015
    Wenn ich an meinen Sitzplatz komme begruessen mich die im Wind wedelnden Aeste der Birke. Ich fuehle mich angekommen und atme erstmal ruhig durch. An diesem Ort fuehle ich mich ein Stueck wie zu Hause und frei. Ich geniesse es den Wind, die Sonne, den Regen, den Schnee auf meiner Haut zu spueren.

    Ich hoere das Rascheln der Baeume. Voegel singen und andere Voegel antworten. Ich kann Amseln, Maisen und Kraehen beobachten. Manchmal ist ein Specht zu sehen und zu hoeren. Zwei Eichhoernchen sind oft zu sehen, wobei ich nicht sagen kann ob dieses immer dieselben sind. Es ist unglaublich wie gelenkig sie von Ast zu Ast springen koennen.

    Es ist wahnsinnig schoen wie ein Kind die Natur um sich herum zu entdecken und sich Zeit zu nehmen das Leben zu beobachten. Probleme, Sorgen andere Gedanken sind ausgeblendet ich bekomme etwas Abstand zu vielem. Ich hoere auf meine innere Stimme, auf mich, meinen Rhythmus. Ich bin dankbar fuer die Zeit, die ich am Sitzplatz verbringen konnte und fuer die Natur die mich umgibt.
  22. Sylvia am 12.04.2015
    Mein Sitzplatz befindet sich ca. 10 Minuten mit dem Fahrrad entfernt von meiner Wohnung weg. Ich fahre in Richtung Norden auf mehreren kleinen Wegen entlang, an Wiesen, Baeumen, Straeuchern und teilweise entlang eines Flusses.

    Mein Sitzplatz ist auf einem sichtgeschuetzten Teil einer Wiese, an einem kleinen Flusslauf, zwischen einer Ansammlung von ein paar Baeumen.

    Angelehnt an einen Baum habe ich meinen Blick auf den kleinen Flusslauf gerichtet. Umgeben bin ich von vier hohen Birken und einer kleinen Linde. Direkt an dem Fluss befindet sich eine Esche neben diesem einen weiteren Baum. Auf der gegenueberliegenden Flusslaufseite ist eine Ansammlung von Buchen und ca. drei weiteren Baumarten und Straeuchern. Dahinter liegt ein Weg der oft von Hundebesitzern mit Hunden genutzt wird. Jogger und Radfahrer sind hier auch zu sichten. Rechts neben mir (westlich) befinden sich noch weitere Birken, Buchen und ca. drei andere Arten von Baeumen. Hinter mir (noerdlich) ist eine Stelle mit weiteren Baeumen, die so wirken als ob sie ganz natuerlich, also ohne menschliche Veraenderungen, wie z.B. Baumbeschnitt wachsen.

    Wenn ich an meinen Sitzplatz komme begruessen mich die im Wind wedelnden Aeste der Birke. Ich fuehle mich angekommen und atme erstmal ruhig durch. An diesem Ort fuehle ich mich ein Stueck wie zu Hause und frei. Ich geniesse es den Wind, die Sonne, den Regen, den Schnee auf meiner Haut zu spueren.

    Ich hoere das Rascheln der Baeume. Voegel singen und andere Voegel antworten. Ich kann Amseln, Maisen und Kraehen beobachten. Manchmal ist ein Specht zu sehen und zu hoeren. Zwei Eichhoernchen sind oft zu sehen, wobei ich nicht sagen kann ob dieses immer dieselben sind. Es ist unglaublich wie gelenkig sie von Ast zu Ast springen koennen.

    Es ist wahnsinnig schoen wie ein Kind die Natur um sich herum zu entdecken und sich Zeit zu nehmen das Leben zu beobachten. Probleme, Sorgen andere Gedanken sind ausgeblendet ich bekomme etwas Abstand zu vielem. Ich hoere auf meine innere Stimme, auf mich, meinen Rhythmus. Ich bin dankbar fuer die Zeit, die ich am Sitzplatz verbringen konnte und fuer die Natur die mich umgibt.
  23. Thomas am 12.04.2015
    Mein Sitzplatz ist eine Parkbank neben einem Spielplatz mit Blick auf drei grosse (kuenstlich angelegte) Eichenbaeume. Ich dachte mir, wahrscheinlich wirst du hier nicht viele Lebewesen beobachten koennen, ausser ein paar Hunden, die von Herrchen und Frauchen Gassi gefuehrt werden. Drum sitz ich ja auch neben dem Spielplatz, so kann man wenigstens das Sozialverhalten der Kinder studieren.

    Aber denkste: schon nach dreimal Sitzen hab ich mehr Tiere gesehen als erwartet: natuerlich die Hunde, aber auch Kraehen, ein Eichoernchen, Katzen und einen Igel.

    Ich pruefe gerade die These, ob die Kraehen sich aufteilen, um zu fressen, waehrend die anderen nach Feinden Ausschau halten. Mir ist naemlich beim letzten Mal aufgefallen, dass die Kraehen immer als Gruppe angeflogen kommen. Die meisten landen am Boden und picken fleissig darin herum, waehrend zwei, drei andere auf den - jetzt kahlen - ??sten meiner Eichen landen. Nach einer Weile fliegt dann eine Bodenkraehe hinauf in den Baum, waehrend die andere hinabsteigt.

    Kommt dann ein Huendchen mit dem Herrchen an der Leine vorbei, dann ruft eine von ihnen (die auf dem Baum?), dann alle und schwupp, sind sie weg.
  24. Sonja und Martin am 12.04.2015
    Eine besondere Begegnung, an einem besonderen Tag:

    Schoene, dunkle Augen verzaubern mich.

    Er geht mir nicht mehr aus dem Sinn.

    Taeglich hoffe ich, ihn wiederzusehen.

    Ich lausche in die Nacht, um seine Stimme zu hoeren.

    Er ist etwas Besonderes,- einzigartig und wunderschoen.

    Ich habe das Beduerfnis, jedem von dieser Begegnung zu erzaehlen.

    Sein Name ist Falco Naumanni --(Roetelfalke).

    Gluecklicherweise hatten wir Fernglas, Fotoapparat

    und Bestimmungsbuch gleich griffbereit!

    Seit diesem Tag haengen wir regelrecht am Fernglas und beobachten ihn jede freie Minute.

    Zum Beispiel wollte ich heute eigentlich das Mittagessen

    vorbereiten und stattdessen habe ich fast 2 Stunden "meinen Falco" beobachtet.

    Er sass auf der Tannenspitze und genoss eine ausgedehnte Mittagsruhe.

    Leider musste ich dann zur Arbeit, so dass ich seinen Abflug nicht erleben konnte.-

    Ob wir dieses besondere Geschenk meiner Wanderfalken- Feder zu verdanken haben?!

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