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04.10.2013

Regenwald wird illegal abgeholzt

Wer kann helfen?

Ich möchte an dieser Stelle den Hilferuf von Angelika aus Deutschland weiter geben, die ich kenne und der ich vertraue. Sie hat sich in den Amazonas und einen Indianer dort verliebt. Hier Ihre Botschaft:

Zerstörung des Regenwaldes im Amazonasgebiet Peru

Nach meinem ersten Hilfeschrei ein etwas detaillierterer Bericht:

Wir hier vor Ort in Tamshiyacu/Loreto/Peru

Tamshiyacu ist ein kleiner Ort am Amazonas und zählt ungefähr 6000 Einwohner.

Die Menschen leben von ihren Feldern, von Jagd und Fischfang. Nach modernen Masstäben gerechnet, gehört diese Region zu der ärmsten Region in Peru. Die Menschen haben zu essen...aber es fehlt an Bildungsmöglichkeiten und an Verdienstmöglichkeiten.

Die Gegend hat eine Besonderheit: Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit verfügt sie über eine reichhaltige Pflanzenapotheke und ein altes traditionsreiches Heilerwissen. So hat sich ein kleiner Tourismuszweig nieder gelassen, der Menschen anzieht, die einerseits Erfahrungen mit der Apotheke "Regenwald" machen möchten, genauso wie mit dem Schamanismus Amazoniens. Ein berühmter Vertreter ist Don Agustin. Er wird von Clemens Kuby in seinem Film "Unterwegs in die nächste Dimension" erwähnt. Es kommen auch Menschen, die Naturerfahrungen suchen, sich für Pflanzen, Tiere, Insekten und Reptilien interessieren und sich für Wanderungen, Surviveltraining, Abenteuerfischen etc. anmelden...

So sind auch wir hier her gekommen, nur 2 km weg von dem desaströsen Abholzungswerk. Mit unserem spirituellen Camp "Moteloy" bieten wir traditionelle Medizin und amazonischen Schamanismus an, in einer Umgebung, die zu tiefer Verbindung mit Mutter Erde, mit uns selbst und dem Großen Geist einlädt. Wir, das sind Francisco Guerra Tananta, Schamane, Peruaner und ich, Angelika Maria Kotzur, Heilpraktikerin, Deutsche mit Schwerpunkt in transpersonaler Psychologie. Wir haben mit unserem Camp einen kleinen Samen gelegt die Lebensverhältnisse der Menschen hier zu verbessern ohne die Umwelt zu zerstören.

In Deutschland und in Peru gründeten wir jeweils einen gemeinnützigen Verein "El Puente Brücke Europa-Peru" und "El Puente del Amistad Peru" mit den Zielen: Verbesserung der Lebensumstände, Ausbildungshilfen für SchülerInnen, Schutz und Wiederaufforstung des Regenwaldes. Die Vereine sollten als Sprungbrett zu Selbsthilfe dienen, aber auch den Besuchern aus Europa ermöglichen, den Menschen hier auf sinnvolle Weise zu helfen, ihre Lebenssituation zu verbessern. Vor kurzer Zeit hat sich die Stiftung pro vita entschlossen unsere Vereinsarbeit respektive der Ausbildungsmöglichkeiten von Jugendlichen in Tamshiyacu zu unterstützen.

Die Geschichte

2010 erschreckten uns erste Gerüchte, eine koreanische Firma habe 50 000 Hektar Regenwald gekauft um Palmöl anzubauen. Wir versuchten Näheres herauszufinden, nutzten Francisco´s Kontakte aus seiner Zeit als Gobernador von Tamshyiacu (2. Bürgermeister für die sozialen Aspekte zuständig) zu verschiedenen Behörden - niemand wußte etwas.

2013 sprach es sich herum, dass ein Unternehmen auf km 12 zu arbeiten begonnen hat. Hin und wieder sah man eine große Maschine auf der Lehmstrasse fahren, fremde Arbeiter aus Ecuador, Columbien und Brasilien begannen im Dorf ihre Freizeitgestaltung mit Saufgelagen und Frauengeschichten.

Am 2.9.2013 erschien ein Artikel in der lokalen Zeitung von Iquitos "La region", der von der radikalen Abholzung und dem illegalen Vorgehen des Unternehmens "Cacao del Peru Norte SAC" berichtete und den Schaden für das Ökoambiente aufdeckte. Die Behörden wussten von nichts. Kein Antrag war eingegangen, keine Genehmigung ist erteilt worden. Die Umweltbehoerde und das Forstamt wollten den Tatort anschauen, wurden aber nicht auf das Grundstück gelassen. Jetzt läuft der Antrag auf Durchsuchungsbefehl. Und immer noch war keine Ortsbesichtigung - heute ist der 26.9.2013

Am 12.9.2013 hat sich die Vereinigung der Bauern unter der Führung von Gobernador und Bürgermeister von Tamshiyacu zusammengefunden. Hintergründe wurden transparent, wie 5 Jahren zuvor das erste Unternehmen da war und den Anbau von Palmöl vorgestellte, einige Zeit später kam ein weiteres Unternehmen. Den Bauern wurde unter Vorspiegelung falscher Tatsachen versprochen für Arbeitsplätze und Infrastruktur zu sorgen. Mit Hilfe dieser Bauern fanden sie Zugang zu erwerblichen Grundstücken im Regenwald und bekamen vom Landwirtschaftsamt die Genehmigung diese Grundstücke zu kaufen.

Defacto wurden aber weite Flächen Primärregenwald mit grossen Maschinen abgeholzt.

Als der Zeitungsartikel erschien sprach man von über 500 Hektar Primärregenwald, welcher umgemacht wurde. Wir wissen heute das es mehr als 1500 Hektar sind. Es wird geschätzt, dass das Unternehmen mit 100 Hektar pro Woche in der Anbholzung fortschreitet. Das Unternehmen arbeitet Tag und Nacht. Im Moment arbeiten ca. 400 Arbeiter - 3 Gruppen arbeiten in der Abholzung, eine 4.Gruppe hat begonnen Samen zu legen.

Bauern, die einen Eintrag im Grundbuch haben, mussten zuschauen, wie die Grenzen ihres Terrains um 70m und mehr, manche verloren 200m, verletzt wurden. Es gibt aber hier noch eine andere Form des Besitzes - der, der eine Fläche bewirtschaftet, ist ihr Besitzer. Diese Bauern haben keinen Eintrag im Grundbuch. Diese wurden von bewaffneten Sicherheitsleuten des Unternehmens davon gejagt. Sie mussten zusehen, wie ihre Felder und ihre Ernte von den Maschinen nieder gemacht wurden. Bauern werden erpresst ihr Land zu verkaufen mit den Worten, ihr werdet es sowieso verlieren. Eingetragene Parzellen wurden zu Spottpreisen aufgekauft. Bauern Zutritt auf ihre Felder verwehrt.

Mittlerweile wissen wir, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt - die unerlaubte und geheime Deforestation begann zu gleicher Zeit in verschiedenen Teilen des Regenwaldes Perus. Umweltaktivisten reisen von einen Brennpunkt zum anderen und versuchen die Menschen vor Ort zu informieren und zu Wiederstand gegen dieses Geschehen zu aktivieren. San Martin, Loreto, Ucayali...

Hintergründe

Die in Tamshiyacu aktive Companie nennt sich "Cacao del Peru Norte SAC". Der Nord-Amerikaner Dennis Melka ist Direktor und leitender Geschäftsführer des Unternehmens. Er hat in Peru 3 verschiedene Unternehmen gegründet. Diese Gesellschaften sind ein Teil eines weltführenden malaysischen/koreanischen Unternehmens. Über diese 3 Unternehmen in den Regierungsbezirken Loreto und Ucayali mehr als 100 000 Hektar zur Rodung von Regenwald beantragt. Bislang wurden durch sie mehr als 10 000 Hektar gerodet.

Von der "Sociedad Peruana de Ecodesarollo" wurde eines der Geschäfte Melkas "Plantaciones de Loreto SAC" verklagt 8 Hektar im Reservat "Allpahuayo Mishana" in Loreto abgeholzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft von Loreto hat dazu noch keine Stellung bezogen.

In Ucayali hat das Landwirschaftsministerium "La Direccion Regional de Agriculturas del Gobierno Regional de Ucayali" an "Plantaciones Ucayali SAC" 4,759 Hektar Regenwald verkauft. Der Kauf wurde ausgeführt von einem Ruben Antonio Espinoza, welcher in den öffentlichen Registern als Repräsentant der Unternehmes Melka geführt ist.

Es gibt noch andere Gesellschaften, die im Regierungsbezirk Ucayali Regenwald gekauft haben - der Unternehmer Juan Luis Dammert betreibt das peruanische Unternehmen "Biodiesel Ucayali", welches vom "Gobierno Regional de Ucayali" ebenfalls Regenwald gekauft haben. Beide Unternehmen "Biodiesel Ucayali" und "Plantaciones Ucayali" haben ohne Genehmigung abgeholzt.

Die Satelitenbilder die von der ONG Enviromental Inverstigaciones Agency; EIA zur Verfügung gestellt sind berichten von einer Abholzung in Ucayali von mehr als 8600 Hektar Wald.

Die Gruppe Romero - Besitzer der Banco de Credito Peru, ehemaliger Staatspräsident Alan Garcia ist Präsident dieses Unternehmens haben in San Martin, in Barraquita, ihr Unwesen getrieben. Auf der homepage von: www.regenwald.org findet sich ein Bericht darüber.

 Da in Peru der Regenwald geschützt ist und kein Primärwald wegen dem Anbau von Palmöl abgeholzt werden darf, holzen die Gesellschaften ohne Genehmigung ab und bieten dann der Regierung an, es wieder aufzuforsten mit Palmölpflanzen. Das sei eine Taktik, die bei herrschender Rechtslage bislang gut funktioniert habe, wie mir der Rechtsanwalt Martin Cabrera, jursitischer Berater der SPDA, Sociedad Peruana de Derecho Ambiental, in Iquitos berichtete.

Die meisten Veröffentlichungen sind auf spanisch - eine auf Englisch

·         news.mongabay.com/2013/0906-hidden-palm-oil-plantation-peru.html

·         idl-reporteros.pe/2013/09/12/los-comebosques

·         idl-reporteros.pe/2013/09/12/deforestacion-entre-palmas

·         diariolaregion.com/web/2013/09/05/continua-investigacion-sobre-empresa-que-deforesta-en-tamshiyacu

Schaden

Mit der Abholzung wird sich sowohl das Wasser, als auch die Tierwelt zurückziehen. Es werden Wüstengebiete entstehen, da das Klima am Äquator heiß ist. Aussterbende Pflanzen und Baumarten finden keinen Lebensraum mehr, da sich die klimatischen Bedingungen verändern. Die für den Anbau der Palmölpflanzen benötigten Herbizide und Pestizide werden Wasser, Nahrung und Menschen vergiften. Neue Krankheiten werden entstehen. Die Armut wird sich verschärfen und neue Arten von Verbrechen werden auftauchen. Noam Shany ein Aktivist erzählte mir, dass die indigenen Gemeinschaften, die in diesen Gebieten leben, aufgrund der toxischen Belastung sterben - ihr System ist nicht dafür geschaffen, der toxischen Belastung zu wieder stehen. Er spricht von einem Genozid an der idigenen Bevölkerung.

Die Berichte, die er mir über die Hintergründe in Kooperation mit der peruanischen Regierung gab sind erschreckend - er sprach bsp.weise von dem Geschenk der koreanischen Regierung an die peruanische Regierung in Form von einer Strasse von Iquitos nach Columbien...die wahren Hintermänner neben den erwähnten Personen tauchen nirgends auf.

Neben den Folgen für die Menschen hier hat die Abholzung derartiger Flächen für die ganze Erde negative, klimatische Folgen.

So bitten wir um internationale Hilfe - engagiert hat sich hier bislang Amazon Watch, die für die ersten öffentlichen Fots und Berichterstattung in der Zeitung verantwortlich sind. Liz Marina ist die Journalistin, die den Artikel geschrieben hat. Eine Kooperation mit andern Organisationen, die helfen können, den Palmölwahn zu stoppen wäre wünschenswert. Ich denke da neben: Rettet den regenwald, regenwald org, pro-regenwald.org, urgewald.org etc. (hoffentlich habe ich nichts vergessen....) auch an grosse Organisationen wie greenpeace, Oxfam und FIAN.

Die Bevölkerung von Tamshiyacu hat eine eine Unterschriftensammlung vorbereitet, die sie an die öffentlichen Stellen einreichen wollen. Dies geschieht am 27.9.2013. Bekannterweise hilft das nicht wirklich viel. Wir brauchen finanzielle Hilfe für die Sammelklagen der betroffenen Bauern. Neben dem offiziellen bürokratischen Weg suchen wir den Kontakt bis hin zum Präsidenten von Peru - bitten aber um die Unterstützung von möglichst vielen Ländern.

Der Boykott von Abnehmern von Biodiesel aus dem Regenwald wäre wünschenswert.

Ein weitere Idee ist, dass Menschen, die das "Weltwunder Amazonas" besuchen, von ihrer bitteren Enttäuschung berichten - auch sie Schreiben einreichen, damit transparent wird, dass diese Orte touristisch attraktiv und besucht sind. Aber uns fehlt Koordination und Adressen.

Kontakt:

Angelika Kotzur, E-Mail: kotzurangelika@gmail.com

www.schamanismus-peru.de

Wer helfen kann, der wendet sich bitte direkt an mich.


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