Gerben (fast) wie in der Steinzeit

Leder und Felle natürlich gerben

Unsere Vorfahren aus der Steinzeit wussten die von ihnen erlegten Tiere rundum zu nutzen: Das Fleisch wurde gegessen, die Sehnen zu Schnüren und Bogensehnen verarbeitet, die Knochen als Werkzeug genutzt und die Häute als Schutz und Kleidung genutzt. Sie haben erkannt, dass die Häute im Rohzustand nicht langlebig waren und so konnte es nicht lang dauern, bis sie den Vorgang des Gerbens entdeckt hatten.

Beim Gerben vollzieht sich eine wundersame Transformation: Aus einer frisch abgezogenen Tierhaut, die ohne Zwischen-Konservierung oder Gerbung innerhalb kürzester Zeit verfaulen würde, wird durch einfache Art und Weise ein Leder bzw. Fell, das sich durch Weichheit, Strapazierfähigkeit, Wasserfestigkeit und Haltbarkeit auszeichnet.
Dieser Workshop hat wenig mit der industriellen Herstellung von Leder zu tun: Sie lernen, wie man mit natürlichen und einfach zu beschaffenden Materialien und Handwerkzeugen Rohhäute gerbt.
Dieser Einsteiger-Kurs vermittelt in Form von Theorie und Praxis die notwendigen Schritte des natürlichen Gerbens.

Friedolin Baumgartinger hat schon sehr viel Häute gegerbt und seine Kleidung daraus hergestellt.

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  • 21.04.2020
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