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Bogenbauen für Familien 15.-17. Juli

 

 

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Interessante Beiträge

Auf dieser Seite gibt es immer wieder Beiträge, die ich mit kurzen Kommentaren vorstelle. Das können Videos, Radiosendungen oder Printberichte sein, die unseren Blick auf ein respektvollen, friedvolles und fröhliches Zusammenleben richten. Beiträge, die uns fordern umzudenken und unseren Blick in eine andere Richtung zu lenken. Oder Journale zu Pflanzen, Tieren, Gefahren, die von Wildnispädagogen in ihrer Ausbildung erfasst wurden.

Für Mitglieder des Vereins Wildnisschule-Chiemgau.e.V. steht unter Wildniswissen das gesamte Archiv im geschützten Bereich zur Verfügung.

Viel Freude beim Stöbern in den Beiträgen.

Dirk Schröder

  • 30.06.2022
    Was war die ursprüngliche Aufgabe des Mannes?

    Ein Indianer erzählt

    Seit Jahrzehnten schon stelle ich mir diese Frage. In diesem Beitrag teile ich meine Antworten, die ich in allen Kulturen die ich besuchen durfte, bestätigt sah.
    In unseren Veranstaltungen für Männer geht es mir darum, die Erinnerung an diese ursprünglichen Weisungen zu wecken. Es ist möglich, weil die Erfahrungen in uns gespeichert sind.

    Der Amerikaner Clinton Callarhan bringt es mit folgender Erkenntnis auf den Punkt:

    „Da die westliche Zivilisation keine wahre Kriegerkultur ist, erziehen wir unsere Söhne nicht dazu, Krieger zu werden, wie wir es uns im alten Sparta oder in einigen der alten Traditionen der Ureinwohner Amerikas oder Afrikas vorstellen könne. Die westliche Zivilisation erzieht ihre Söhne dazu, Fließbandarbeiter, Fußballfans und Mercedes- oder BMW-Konsumenten zu sein.“
    Warum ist das so? Weil uns die Übergangsrituale fehlen. Der bewusste Übertritt auf dem Weg vom Jungen zum Mann und die Aufnahme in den Männerkreis. Bei den Buschleuten in Tansania habe ich erlebt, dass Jugendliche alle Fähigkeiten hatten, eine Familie zu versorgen und zu beschützen. Junge Frauen wurden im Frauenkreis unterwiesen.

    Ein Krieger ist kein Soldat!

    Den Begriff Krieger, so wie wir ihn kennen, rückt der Lakota Älteste Joseph Marshall* in seinem Audiobeitrag ins rechte Licht. Es handelt sich nicht um Soldaten, die zum Töten ausgebildet werden und dies zu ihrem Beruf gemacht haben. Jeder Mann in ihrem Stamm war ein Krieger, wenn es galt die Familie, den Stamm zu verteidigen. Hierbei ging es nicht ums Töten. Es waren meist Grenzstreitigkeiten, so wie wir sie im Frühjahr bei Vögeln beobachten können. Wenn beispielsweise ein Amselmännchen dem anderen klar macht, dass dies sein Revier ist. Sie messen sich und hacken teilweise heftig aufeinander ein. Wenn dann klar ist, wer der Schwächere ist, zieht der Verlierer ab. Bei Säugetieren sagen wir sprichwörtlich: „er zieht den Schwanz ein!“ Genau darum ging es im „Kriegszug“. Es waren kleine Einheiten, die Mann gegen Mann kämpften. Ihr Ziel war es sich zu messen und den anderen zu berühren, statt ihn zu töten.
    Joseph Marshall* beschreibt das sehr anschaulich in seinem Hörbuch (Track 2 /englisch) und rückt damit Berichte von Europäern über „Die wilden Indianer“ ins rechte Licht. Ein weiterer Aspekt ist die „Kriegsbemalung“, die von den Indianern, aber auch von den Kelten bekannt ist. Damit drückt ein Mann seine Stärke und seine besonderen Fähigkeiten aus. Wenn bei unseren Veranstaltungen der Boden dafür vorbereitet ist, dann kommen diese archaischen Eigenschaften wie von selbst auf die Haut und jeder Mann spürt die Kraft in jeder Zelle.
    Das ist ein Grund, warum diese Männerworkshops so nachhaltig sind und die Teilnehmer mit einer neuen Ausrichtung den Platz verlassen. Ich lade jeden Mann ein, sich diese Kraft wieder zurück zu holen um heil zu werden, um somit buchstäblich „Seinen Mann zu stehen“ und der „Fels in der Brandung“ zu werden, den sich die Frau an ihrer Seite wünschen und brauchen.
    Die Geschenke, die von der weiblichen Seite kommen sind dann unbeschreiblich. Diese Audioaufzeichnung gehört zu dem Buch „Spaziergang mit Großvater“
    * Der Autor Joseph Marshall III. ist als Junge bei seinen Großeltern aufgewachsen und hat so die Geschichten überliefert bekommen. Sie stammen aus dem Reservat, welches ich über 10 Jahre immer wieder besucht habe. Seine Stimme erinnert mich an Begegnungen mit den Freunden dort. Auf diesem Weg sende ich ihm einen großen Dank, dass er diese Geschichten für die nächsten Generationen festgehalten hat und uns Europäer erinnert.
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  • 16.06.2022
    Übergänge im Lebensrad

    Ein Kompass zur Standortbestimmung

    Unter einer großen Buche spreche ich beim Familiencamp über die vier Übergänge im Lebensrad. Sie sind wie die vier Himmelsrichtungen auf einem Kompass. Wer sie kennt, der weiß was erforderlich ist, um den nächsten Abschnitt gut zu durchschreiten.
    In unserem Kulturraum wurde uns dies vor langer, langer Zeit schon vorenthalten. Weshalb ich es so wichtig finde darüber zu sprechen. Ich zeige auch Möglichkeiten auf, diese Übergänge nachzuholen. Über den Indianer Paul Raphael ist es vor Jahrzehnten als Vortrag zu mir gekommen. Ich war sofort begeistert und konnte erfassen was, mir gefehlt hatte. Bevor ich es weitergeben konnte, musst ich erst all die Schritte selber erfahren. Heute spreche ich aus meiner Erfahrung und der Beobachtung meiner Initianten. Auch im fortgeschrittenen Alter können die vollzogenen Übergängen buchstäblich einen Schalter umlegen. Dies ist ganz besonders in der Partnerschaft zu sehen. Wir orientieren uns mit dem Kompas an den natürlichen Kreisläufen in der Natur (auf der Nordhalbkugel). Damit beginne ich in meinem Vortrag, um dann die Verbindung zum Lebensrad herzustellen. In dem Podcast beziehe ich mich immer wieder auf die Zeichnung, welches hier abgebildet ist. Die Zahlen sind die Jahre im Lebenszyklus eines Menschen. Und hier zum Vortrag --->
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  • 01.06.2022
    Unsere Rolle der Ältesten neu überdenken

    Impulse von Dr. Elke von Linde

    Du weißt, dass mir das Thema der Ältesten und wie wir in unserer Kultur diese Aufgabe wieder leben können, eine Herzensangelegenheit ist.
    Nun habe ich mit großer Begeisterung das Interview von Johann Neumeyer mit Dr. Elke von Linde im Potential Kongresse zu dem Thema gesehen. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, dass diese Qualität wieder gelebt werden muss.
    Ihre Erfahrungen kommen ebenfalls von den Indigenen Amerikas, über den sie den Film "Der weiße Weg" gedreht hat. Auf Johanns Frage hin erläutert sie sehr anschaulich den Begriff „Älteste“, der bei uns ein Fremdwort geworden ist. So wie sie es beschreibt hab ich Älteste ebenfalls erlebt. Von Johann habe ich die Erlaubnis erhalten, diesen Ausschnitt hier als Audio zu veröffentlichen. Da einzelne Beiträge in dieser Version nicht zu kaufen sind, hat uns Johann Sonderkonditionen von 49 € auf das gesamte Kongresspaket gegeben, also alle 25 Spiker. Die Anzahl ist allerdings begrenzt.
    Zugangslink zu den Sonderkonditionen ---> Falls du andere zu dem Thema hören möchtest: Hier noch mal die Erinnerung zu meinem Gespräch mit Dr. Gerald Hüther. Und eine Reflexion von Sigrid, die ich als Älteste zum Jahrestraining Wildnispädagogik eingeladen hatte.
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  • 31.05.2022
    Vogelsprache lernen

    Die Kommunikation in der Natur

    Ja, es gibt eine Kommunikation, die im Grunde so funktioniert, wie unsere Sprache. Die Vögel kommunizieren untereinander und ihre Mitbewohner die Säugetiere verstehen sie. Das ist der Grund, warum du kaum Tiere siehst, wenn du mit Freunden wandern gehst. Die Tiere hören dich von weitem und nehmen deine Energiewelle war, bevor du in Sichtweite bist.
    Der Eichelhäher ist hierfür ein Paradebeispiel. Er wird auch der Wächter des Waldes genannt. Sein Krächzen hast du bestimmt schon mal gehört. Damit wissen alle, dass sich etwas nähert, was sich achtlos durch den Wald bewegt.
    Das erste Anzeichen aber ist ein Verstummen der Gesänge. Vögel hören auf zu futtern, Rehe spitzen die Ohren und drehen ihre Lauscher. Haben sie die Gefahr erkannt, dann springen sie davon.
    Wenn du Tiere sehen willst, dann musst du dein Verhalten verändern.

    Zunächst selber aufhören zu reden, Augen und Ohren weit auf und deine Neugierde für die Natur anschalten. Damit verwandelt sich deine Ausstrahlung von „Gefahr/Aggression“ hin zu „Wohlwollen und Interesse an den Lebewesen auf deinem Weg“. Willst du mehr darüber erfahren? Hier ist ein Hörbeispiel (von Andreas Schulze) --> In dem ersten Teil der Audioaufzeichnung hörst du den Gesang der Amsel. Du wirst dich an seinen melodischen Klang erinnern. Das Amsel Männchen singt gerne von der letzten Spitze hoher Bäume am Morgen und am Abend. Im zweiten Teil hörst du die verschiedenen Rufe. Es ist Luftalarm und verschiedene Varianten Bodenalarm. Bestimmt sind sie dir schon einmal aufgefallen, ohne, dass du sie bewusst wahrnehmen konntest.
    Jetzt habe ich deine Aufmerksamkeit auf die Alarmrufe gelenkt und du wirst daraufhin besondere Verhaltensweisen beobachten. Mit der CD vom Vogelexperten Ralph Müller (bei mir zu bestellen - 39,00 € portofrei) tauchst du in die noch geheime Sprache der Vögel ein und wirst dann viel mehr Naturerfahrungen machen.  Dazu auch mein Beitrag als PDF --->

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  • 10.05.2022
    Stress bei der Vogelaufzucht

    60 Nestanflüge pro Stunde!

    Bei uns am Nistkasten sehe ich wie die Kohlmeisen sich buchstäblich „die Klinke in die Hand geben“. Der eine wartet auf dem Ast, bis der andere rauskommt. Schnell wird die Nahrung übergeben und weiter geht es. Engagierte Ornithologen waren geduldiger als ich und sprechen von 60 Flügen pro Stunde. Und das den ganzen Tag. Da kommen ca. 900 Anflüge mit Futter zusammen.
    
Nesthocker müssen so lange gefüttert werden, bis sie fliegen können und das Nest verlassen. Dann bekommen sie immer noch von den Eltern gereicht. Mehr erfahren in der kostenlosen PDF -->
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  • 12.04.2022
    Bisswunde! Doch von wem?

    Woran sich Schlangenbisse unterscheiden

    Beim letzten Kindercamp kam ein Junge ganz aufgeregt aus dem Wald zurück, weil ihn dort etwas gebissen hatte. Nach seinen Schilderungen hatte er das Tier sofort abgeschüttelt und es war in seiner Erinnerung riesig. In Gedanken sind dann alle Teilnehmer die möglichen Verursacher durchgegangen und schließlich waren sie überzeugt, dass es ein Schlangenbiss sein musste. Nun, die Einstichstelle war rot und schmerzte, doch woran erkennt man einen Schlangenbiss und dann noch den einer Giftschlange? In der Ausbildung zum Wildnnispädagogik gehörten die Schlangen zu den wichtigsten Gefahren, mit denen sich die Teilnehmer befassen und sie lernen die Merkmale, so dass sie schnell reagieren können. Das Journal, das Alfred über die giftige Kreuzotter verfasst hat, beantwortet viele Fragen zu der Bisswunde.  PDF zum herunterladen --->
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  • 26.03.2022
    Draußen lernen –

    Rückverbindung zum natürlichen lernen & die Rolle eines Mentors

    Es kommt ein Kind von seinem geheimen Platz im schattigen Buchenwald zurück und fragt ganz aufgeregt: „Stimmt es, dass man aus Bäumen Papier macht?“ Nach der kurzen Antwort „Ja!“ überschlägt sich seine Stimme fast vor Begeisterung. „Dann will ich alles darüber lernen!“ Sein Freund, der mit ihm aus dem Wald gekommen ist, bekommt die Unterhaltung mit und reagiert darauf: „Und ich will wissen, wie man das gebrauchte Papier wieder der Natur zurückgibt.“

    Solche Inspirationen können eine kurze Rückverbindung mit der Natur bewirken. Doch das ist nicht nur bei Kindern so. Auch Erwachsene finden in dem natürlich belassenen Umfeld zu ihrer eigenen Kreativität und Freude zurück. Warum ist das so?
    Die Natur befindet sich in Harmonie. Auch wenn es dort für unsere Augen „wild“ aussieht, hat jede Pflanze, jeder Baum, jedes Tier in der Natur seinen Platz. Wer sich in dieses Feld ohne Erwartungen, ohne Absicht begibt, der spürt diese Harmonie sehr schnell, kommt zur Ruhe und die Gedanken können sich entspannt ordnen.
    Was hat das was mit Lernen zu tun?
    Vielleicht erst auf den zweiten Blick, denn jeder Mensch bringt seine ganze Neugierde, seinen internen Fragenkatalog mit an den Platz am Bach, am See, am Baum ... In der Ruhe können sich Gedanken ordnen und dann kommen Ideen oder sogar Antworten auf offene Fragen scheinbar aus dem Nichts ins Bewusstsein.
    Nach dem Motto „Hilf ihnen es selbst zu machen“, werden in der Wildnispädagogik die uralten Methoden der Mentoren ganz gezielt eingesetzt, um Menschen dabei zu unterstützen, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Von solchen Mentoren wird ein Menti keine direkte Antwort bekommen, sondern nur einen Hinweis für den nächsten Schritt, um die Antwort dann selber zu finden. Im Fall des Jungen kann das der Hinweis auf eine Webseite sein, auf der er weitere Informationen findet, wie aus Holz Papier gewonnen wird. Oder der Junge bekäme einen Tipp zu einem Buch, das sich mit dem Thema beschäftigt. So wird das Interesse unterstützt und das Lesen ganz nebenbei sicherer, weil der Junge es braucht, wenn er sich mit „Vollgas“ durch die Medien klickt.
    Mentor kann jeder werden, der statt Antworten gezielt Fragen stellt die neugierig machen, die inspirieren weiter zu forschen. Im Leben kann uns überall ein Menti begegnen. Es ist ein Mensch der Fragen stellt. Das kann ein Schüler, ein Kollege, der Partner, ein Lehrer oder jemand anderes sein.
    Wenn sich jemand für ein Thema so sehr interessiert, dass er buchstäblich dafür „brennt“, dann ist jeder Hinweis wie ein Holzscheit, der ins Feuer gelegt wird.

    Was sind Killeraussagen?
    Killeraussagen oder -fragen wie „Das verstehst du eh nicht!“ oder „Dafür bist du noch zu klein!“ oder „Wo sollen wir denn das Geld dafür hernehmen?“ sind wie Wasser auf dem lodernden Lagerfeuer. Und wer einmal gesehen hat, wie schnell eine tanzende Flamme mit einem Eimer Wasser gelöscht werden kann, der hat den Schock in sich gespeichert. Solche verbalen Schocks während einer inspirierenden Lernphase wirken wie eine Vollbremsung auf der Autobahn: Die Inspiration wird mit ein paar wenigen Worten zerstört.

    Wie geht ein Mentor vor?
    Ein erfahrener Mentor vermeidet bewertende Aussagen. Er führt seinen Menti an dessen Wissensgrenze, weil dort das Lernen geschieht. Die Hirnforschung hat inzwischen bewiesen, dass alles, was mit Emotionen verknüpft wird, also unter Adrenalin-Ausstoß abgespeichert worden ist, auch langfristig im Gedächtnis bleibt. Das kann positiv oder negativ ausgerichtet sein. Wenn die Dinge freiwillig und in Freude geschehen, dann wird gerne wieder darauf zugegriffen.
    Ein Mentor interessiert sich wahrhaftig für die Fortschritte seines Menti – ein Lehrer für seinen Schüler, ein Teamleiter für seinen Kollegen – und hört sich von Zeit zu Zeit die Ergebnisse ohne Wertung an. Werden die Fragen, die dabei entstehen, vom Mentor so formuliert, dass sie die Schwachstellen aufzeigen, den Erfolg aber nicht in Frage stellen, dann nähren sie das Feuer der Begeisterung beim Menti.
    Da wir nicht aus einer Mentorenkultur kommen, sondern aus einer, in der man sich gerne durch das eigene Wissen erhebt, braucht es viel Selbstkritik, um ein erfolgreicher Mentor zu werden. Doch es ist uns fremd, „nur“ Fragen zu stellen. Unser antrainiertes Verständnis sieht so aus, dass unser Schüler / Kollege / Partner, ja auch die eigenen Kinder sehen müssen, was wir wissen. Wir meinen uns messen zu müssen, um anerkannt zu sein. Genau das Gegenteil bringt uns zur Co-Kreation. Ein Mentor weiß was für ein großes Potenzial darin liegt, das eigene Wissen zu teilen, so wie es bei indigenen Kulturen bis heute verbreitet ist. In einem Team, einer Gemeinschaft ist es daher hilfreich sich gegenseitig daran zu erinnern, solange bis es fest verankert ist und zur Automatik geworden.
    „Gut Ding will Weile habe“
    Hinter dem bekannten Sprichwort steckt kurz gesagt „Geduld“. Selbst wenn der junge Forscher im Eingangsbeispiel am Nachmittag schon wieder vergessen hat, dass er wissen wollte wie Holz zu Papier wird, ist das kein Versagen. Wenn es ihn wirklich brennend interessiert, dann reicht ein Fernsehbeitrag, eine Nachricht auf einem der sozialen Kanäle oder ein Bild in einer Zeitschrift vom Abholzen der Urwälder für die Papiergewinnung, um das Interesse in dem Jungen wieder zu wecken.
    In der Natur nützt es auch nichts an einer Pflanze zu ziehen, damit sie schneller wächst. Alles braucht seine Entwicklungszeit. Doch wer für ein gutes Klima sorgt und den Boden entsprechend aufbereitet und pflegt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine prächtige Ernte haben. Übertragen auf eine Familie, eine Schule, ein Unternehmen ist es das „Betriebsklima“ und die Wertschätzung. Wenn diese Basis für alle Menschen passt, dann macht es Freude dort zu wirken. In solch einem Umfeld will jeder sich weiterentwickeln.
    Wie geschieht das natürliche Lernen im Kontakt mit der Natur?
    Durch Fragen, die Neugierde wecken, wird die Aufmerksamkeit auf die Zusammenhänge in den natürlichen Kreisläufen gelenkt. Beispielsweise durch Fragen wie bei der Papierherstellung die Umwelt geschont wird oder noch größer gedacht: Ob es Alternativen gibt, die keine Schäden zurück lassen.
    Worte des Dankes
    Das können beispielsweise Worte der Dankbarkeit sein für die Bäume und Sträucher, die im nächsten Moment gefällt werden und ihnen damit das Leben genommen wird. Dies kann Zusammenhänge aufzeigen, wofür das Holz alles verwendet werden kann. Das öffnet die Sinne für die großen Kreisläufe und erinnert an einen respektvollen Umgang mit unseren Ressourcen.

    Wie wird die Neugier geweckt?
    Ein Naturmentor beispielsweise pflückt ganz nebenbei am Wegesrand einige Brennnesselblätter oder andere Pflanzen und isst sie. Das weckt sehr schnell die Neugier der Menschen um ihn herum. Auf Fragen kann er dann über essbare Pflanzen sprechen, über die Heilkräuter und auf Giftpflanzen aufmerksam machen. Solche Hinweise erinnern daran, dass die Natur uns alles liefert, was wir als Menschen zum Leben brauchen. Es schafft eine Achtung für die Lebewesen um uns herum und inspiriert, tiefer in den Naturraum einzutauchen.
    Ein Mentor sollte viele eigene Erfahrungen gemacht haben, um hinführende Fragen stellen zu können. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann er dies wahrhaftig äußern und sich mit seinem Menti auf eine Lernreise begeben. Beide befinden sich somit auf Augenhöhe und entdecken gemeinsam die Welt. Das Alter spielt dabei keine Rolle, im Gegenteil: Wenn beispielsweise ein junger Mitarbeiter erfährt, dass er mehr weiß als ein älterer Kollege, spornt es an und stärkt sein Selbstbewusstsein. Ein weiser Kollege freut sich darüber, wenn er von seinem Menti „überholt“ wird. Für ihn wird dann sichtbar, wie wertvoll seine Unterstützung war und er kann sich allmählich zurückziehen. Sein Wissen hat sich auf natürliche Weise verbreitet.

    Natürlich Lernen in Stichworten:
    •    Neugierde wecken, Inspiration
    •    hinführende Fragen stellen
    •    Vorbild sein, respektvolles Verhalten
    •    Dankbare Haltung für alles
    •    Begeisterung ist der Schlüssel – brennendes Feuer unbedingt füttern
    •    Kommunikation auf Augenhöhe – bewertungsfreie Ebene
    •    Die Intelligenz des Kreises nutzen – alle Meinungen anhören
    •    Potenziale jedes Einzelnen fördern und den passenden Wirkungsbereich für ihn finden.
    •    Erfolge augenblicklich feiern Gesamter Text mit Bildern zum kostenlosen Download -->
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  • 18.03.2022
    Hustensaft selber herstellen

    Hausmedizin

    Der Huflattich ist gesellig. So tauchen Ende Februar, Anfang März die gelben Blüten an vielen Stellen mit kiesigem Untergrund auf. Die Stiele sind nur wenige Zentimeter lang. Du sammelst nur die Blütenköpfe. Die Menge hängt davon ab, wie viel Hustensaft du haben willst. Siehe es beim ersten Mal als Erfahrung und schreibe dir auf, welche Menge Huflattich du verwendet hast und wieviel Hustensaft daraus geworden ist. Die Verarbeitung sieht so aus: Ich habe einen Steintopf verwendet – mit etwa 23 cm Durchmesser. Es kann auch ein großes Glas sein. Ein Deckel wäre gut. Du beginnst mit einer Schicht der Blüten, bis der Boden bedeckt ist. Darüber eine Schicht Zucker – ich verwende Rohrzucker. Es müssen nicht alle Blüten vollständig bedeckt sein. Dann wieder eine Schicht Blüten – Zucker – Blüten - Zucker, bis dein Vorrat aufgebraucht ist. Ich habe mit einer Schicht Zucker geendet, weil der Zucker den Saft aus den Blüten aufnimmt. Damit das noch effektiver ist, kannst du mit einem Holz die Schichtung zusammendrücken. Nun den Deckel drauf und das Gefäß 8 Wochen kühl im Dunklen lagern. Je nach Möglichkeit: eingraben, in den Keller stellen, in den Kühlschrank. Nach dieser Zeit hast du eine dunkle klebrige Substanz. Diese gilt es nun in ein Gefäß mit Schraubdeckel zu füllen (Glas oder Flasche). Dazu ist ein Küchensieb praktisch. Fertig ist das Naturprodukt. Für die Anwendung habe ich keine Anleitung. Ich hatte die Menge nach Gefühl dosiert. Gerne mische ich den zähen Saft mit heißem Wasser und trinke ihn schluckweise. Viel Freude beim Experimentieren. Dirk Download als PDF -->
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  • 09.03.2022
    Früblüher

    Was für eine Qualität hat der Vorfrühling?

    Mit Maria Lichtmesse (2. Februar) beginnt das Pflanzenjahr. Der Zusammenhang zwischen der Zunahme des Lichts und dem Pflanzenwachstum ist deutlich zu beobachten. Es ist die Jahreszeit in der die ersten Triebe aus der Erde kommen, in der die Pollen des Hasel durch die Luft wehen, die Schneeglöckchen scheinbar über Nacht erscheinen, der gelbe Huflattich dort erblüht, wo der Schnee gerade geschmolzen ist und Krokusse in ihrer Farbenpracht mein Herz zum Jubeln bringen. Nicht zu vergessen den Bärlauch mit seinem und das Scharbockskraut.
    Diese Pflanzen signalisieren das Frühlingserwachen. Sie haben ihre Lebenskraft in Wurzeln, Zwiebeln und Knollen gespeichert. Darin sind die Nährstoffe gespeichert, die es ihnen ermöglichen, schnell Blüten zu bilden, die teilweise noch vor den Blättern erscheinen. Viele Frühblüher leben in Laubwäldern, deren wärmespeicherndes Streu ihnen Schutz und Starthilfe geben. Sobald das Laub der Bäume das Licht reduziert, verblühen diese.
    Für die Insekten sind die Frühblüher wichtige Nektarquellen. Erste Zitronenfalter und Bienen sind zu sehen.


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  • 08.03.2022
    Es ist deine Entscheidung

    Die Geschichte vom Elefanten

    Die aktuelle Lage veranlasst mich diesen Artikel hier zu posten. Jetzt zeigt sich aus meiner Sicht, dass wir wie dieser Elefant daran gehindert wurden uns voll zu entfalten Mit meinem Bereich "Rückverbindung mit der Wildheit in DIR" möchte ich dich unterstützen dein volles Potenzial zu entfalten. Danke für den Beitrag von Biyon --->
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